SG Bremen-Ost lässt gegen Schlusslicht Punkte liegen und bleibt unter den eigenen Möglichkeiten

Die SG Bremen-Ost hat im Heimspiel gegen den OHV Aurich II überraschend einen Punkt liegen lassen. Beim 24:24 gegen das Schlusslicht der Oberliga erwischte der Tabellenzweite einen gebrauchten Tag und musste sich am Ende mit einem Remis zufriedengeben.

Dabei begann die Partie zunächst kontrolliert. Nach ausgeglichenem Start setzte sich die SG in der 12. Minute auf 7:4 ab, bis zur 20. Minute stand eine 10:6-Führung auf der Anzeigetafel. Doch schon in dieser Phase deutete sich an, dass es kein souveräner Auftritt werden würde. Immer wieder schlichen sich Ungenauigkeiten ins Spiel, Abschlüsse wurden zu überhastet genommen, klare Chancen nicht konsequent genutzt. Aurich blieb dran und drehte die Partie noch vor der Pause. Mit 12:13 ging es aus Sicht der Gastgeber in die Kabine.

Trainer Luke Pehling fand danach deutliche Worte: „Wir haben uns in dem Spiel nicht gut verkauft, haben gegen eine Mannschaft gespielt, die kaum zurück gearbeitet hat und schaffen es nicht, unsere Angriffe clever auszuspielen und konsequent Tempo zu machen. Leider hat mir in dem Spiel die richtige Einstellung der Mannschaft gefehlt.“

Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Bild wechselhaft. Bremen-Ost kam zunächst besser aus der Pause und erspielte sich bis zur 44. Minute wieder eine Vier-Tore-Führung beim 20:16. Doch Sicherheit brachte auch das nicht. Der Spielfluss ging erneut verloren, einfache Fehler häuften sich.

Überschattet wurde die zweite Halbzeit von der schweren Schulterverletzung von Spielmacher Fynn Weber. Auch der Ausfall von Kreisläufer Timon Timmermann brachte die SG zusätzlich aus dem Konzept. In der Folge fehlte Struktur im Angriff, die Abläufe wirkten unsauber.

In der Schlussphase entwickelte sich eine zähe Partie. Knapp vier Minuten vor dem Ende fiel der Treffer zum 24:24. Danach gelang keinem Team mehr ein Tor, obwohl beide Seiten noch Chancen auf die Entscheidung hatten.

Pehling ordnete das Ergebnis nüchtern ein: „24 Tore in einem Spiel zu kassieren ist keine schlechte Leistung, über weite Phasen haben wir auch eine ordentliche Abwehr gestellt. 24 Tore sind in dem Spiel im Angriff aber deutlich zu wenig.“ Tatsächlich bedeuteten die 24 Treffer die schwächste Offensivleistung der Saison.

Für die SG geht der Blick nun nach vorne. „Hilft aber alles nichts. Wir müssen uns jetzt auf die letzten beiden schweren Spiele der Saison vorbereiten und die Saison gut abschließen. Ich denke, in den letzten Spielen sollte die Einstellung der Jungs kein Problem mehr darstellen“, so Pehling.

Das nächste und zugleich letzte Heimspiel steht am 02.05. um 18:30 Uhr in der BSA Hemelingen an. Gegner ist der Regionalligaaufsteiger VfL Horneburg.

SG Bremen-Ost: Laube (4), Heilenkötter (2), Berdar (2), Schwittek (2), Fietze, Reimer (3), Rüsch (1), Timmermann (3), Weber (3), Ellmers, Rades (3), Dehmel, Keller (1), K. Seekamp, R. Seekamp, Belizaire

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