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Spitzengruppe im Blick, schwere Auswärtsaufgabe für die SG

Wenn am Freitagabend um 20 Uhr der Anpfiff in Neerstedt ertönt, wartet auf die SG Bremen-Ost eine dieser Partien, die den Charakter einer Saison mitprägen können. Nach dem spielfreien Wochenende, das durch die Verlegung der Begegnung in Wilhelmshaven entstand, richtet sich der Blick nun voll auf das direkte Duell der Verfolgergruppe.

SG Bremen-Ost

Die Bremer reisen als Tabellendritter mit 22:8 Punkten an. Nach dem Rückschlag in Delmenhorst will das Team von Trainer Luke Pehling wieder in die Spur finden und den Platz in der Spitzengruppe festigen. Dass die Mannschaft die Qualität dazu besitzt, hat sie in den Wochen zuvor eindrucksvoll bewiesen. Auf die Niederlage gegen Horneburg folgten zwei überzeugende Auftritte mit Siegen gegen Bremervörde und Dinklage.
Trotzdem bleibt das Gefühl, zuletzt etwas liegengelassen zu haben. Umso größer ist nun der Fokus auf die kommenden Aufgaben, denn jeder Punkt zählt im engen Rennen um die oberen Plätze.
Eine positive Nachricht gibt es aus Bremer Sicht vor der Abfahrt. Rückraumspieler Felix Laube kehrt nach überstandener Verletzung wieder in den Kader zurück und erweitert die Optionen im Angriffsspiel deutlich.
Trainer Luke Pehling blickt mit Zuversicht auf die Aufgabe. „Wir haben diese Woche super trainiert, hatten eine gute Trainingsbeteiligung und freuen uns auf ein hartes , umkämpftes Spiel, das wir natürlich für uns entscheiden wollen. Wir müssen von Anfang an wach und bereit für einen Kampf in Neerstedt sein, die wohl den stärksten Kader der Liga stellen.“

TV Neerstedt

Der Gegner geht als Vierter mit 18:12 Punkten in das Topspiel. Eine Platzierung, die vor der Saison wohl kaum jemand so unterschrieben hätte. Nach Rang drei im Vorjahr wurden die Gastgeber vielerorts als heißer Anwärter auf den Aufstieg gehandelt.
Die vergangenen Wochen verliefen jedoch unruhig. Aus drei Auswärtsspielen sprangen lediglich zwei Punkte heraus, dazu die Niederlagen gegen Oyten und Hatten-Sandkrug. Der Erfolg in Aurich mit 32:25 ließ die Formkurve zuletzt wieder leicht nach oben zeigen, dennoch stehen die Zeichen auf Veränderung. Der Verein gab bekannt, dass sich die Wege von Trainer Andreas Müller und dem TV nach der Saison trennen werden. Mit Kai Freese steht der Nachfolger bereits fest.
Für Neerstedt ist es das erste Heimspiel nach zuletzt drei Reisen in Serie. Entsprechend groß dürfte der Wille sein, vor eigenem Publikum ein Zeichen zu setzen und den Kontakt zur Spitze nicht weiter abreißen zu lassen.
Das Hinspiel liefert den Bremern zusätzliche Motivation. Als Aufsteiger behielt die SG damals in eigener Halle klar mit 34:28 die Oberhand. Ein Ergebnis, das in Erinnerung geblieben ist, auf dem man sich aber nicht ausruhen kann. 

Alles ist angerichtet für einen intensiven Handballabend. Zwei direkte Konkurrenten, viel Qualität auf der Platte und eine Tabelle, die keine Ausrutscher verzeiht. Freitag, 20 Uhr, Neerstedt. Topspiel.

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