Keine Punkte in Fredenbeck
Die SG Bremen-Ost hat am Sonntagnachmittag beim VfL Fredenbeck II eine Auswärtsniederlage hinnehmen müssen. In der Geestland-Halle unterlagen die Bremer nach einem lange offenen Spiel am Ende mit 39:33 (14:14).
Bei sonnigem Wetter entwickelte sich von Beginn an die erwartet schwere Aufgabe gegen die Drittliga-Reserve aus Fredenbeck. Bremen-Ost erwischte dabei den besseren Start und markierte durch den ersten Treffer der Partie das 0:1. In der Anfangsphase begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe. Die Führung wechselte mehrfach, das Spiel war allerdings von vielen technischen Fehlern auf beiden Seiten geprägt.
Bis zur Auszeit der Gastgeber in der 11. Minute beim Stand von 4:5 blieb die Partie eng. Die Bremer standen defensiv stabil, arbeiteten konzentriert im Verbund und zwangen Fredenbeck immer wieder zu Ballverlusten. Im Angriff gelang es jedoch zu selten, diese Ballgewinne in klare Torchancen umzuwandeln. Mehrfach wurden Angriffe zu früh abgeschlossen oder in entscheidenden Momenten falsche Entscheidungen getroffen.
Erst ab der 18. Minute fand die SG offensiv etwas besser in ihren Rhythmus. Die Fehlerquote sank und Bremen-Ost nutzte seine Chancen konsequenter. Innerhalb weniger Minuten setzten sich die Gäste auf 9:12 ab und hatten das Spiel zu diesem Zeitpunkt gut im Griff. Doch statt die Führung weiter auszubauen, verloren die Bremer plötzlich den Faden. Fredenbeck nutzte diese Phase eiskalt, startete einen 5:0-Lauf und drehte die Partie. Bremen musste in dieser Phase aufpassen, nicht mit einem Rückstand in die Kabine zu gehen. Mit viel Kampf retteten die Gäste ein 14:14 in die Halbzeit.
Trainer Luke Pehling sah eine zwiespältige erste Hälfte.
„Wir stehen in der ersten Halbzeit gut in der Abwehr, erzwingen Ballgewinne, aber spielen die erste und zweite Welle nicht konsequent aus und treffen zu viele falsche Entscheidungen. Gerade Mitte der ersten Halbzeit hat uns Fredenbeck teilweise die Chancen geschenkt und wir hätten mit vier oder fünf Toren Führung in die Pause gehen können.“
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild jedoch deutlich. Die Gastgeber fanden nun immer besser in ihr Angriffsspiel, während Bremen-Ost defensiv den Zugriff verlor. Bereits nach acht Minuten im zweiten Durchgang lag Fredenbeck mit 22:18 vorne und hatte die Kontrolle übernommen.
Als Bremen beim Stand von 22:20 noch einmal Anschluss herstellen konnte, schien die Partie kurzzeitig wieder offen. Doch wie schon im ersten Durchgang folgte eine Phase, in der die Bremer zu viele technische Fehler produzierten. Fredenbeck nutzte dies erneut konsequent und setzte sich mit einem 4:0-Lauf von 22:20 auf 26:20 ab.
Trotzdem gab sich die SG nicht auf. Die Gäste kämpften sich noch einmal heran und verkürzten bis zur 48. Minute auf 27:25. Die Hoffnung auf eine Wende lebte kurzzeitig wieder auf. Doch in der Schlussphase häuften sich erneut technische Fehler, die Fredenbeck konsequent mit schnellen Gegenstoßtoren bestrafte. Die Gastgeber spielten ihre Erfahrung routiniert aus und bauten den Vorsprung Schritt für Schritt aus.
Am Ende stand eine 39:33-Niederlage für Bremen-Ost, die gemessen am Spielverlauf etwas deutlicher ausfiel, als es lange Zeit den Anschein hatte.
Trainer Luke Pehling ordnete die zweite Hälfte klar ein.
„Wir haben in der zweiten Halbzeit keinen Zugriff in der Abwehr gefunden und vorne leider auch nicht die gewohnte Sicherheit in den Entscheidungen und im Abschluss gehabt. Man muss sagen, dass Fredenbeck das am Ende sehr stark und routiniert runterspielt und wir das Spiel verdient verloren haben.“
Auch Teammanager Lennart Bergmann zeigte sich nach der Partie selbstkritisch, blickte aber gleichzeitig auf die Entwicklung der Mannschaft.
„Solche Niederlagen tun natürlich immer weh, gerade wenn es am Ende dann doch deutlich wird. Leider gehören solche Tage zum Sport dazu. Meinen Glückwunsch an den VfL, die sicherlich deutlich höher in der Tabelle stehen könnten. Wir werden das Ganze analysieren und aufarbeiten. Trotzdem möchte ich betonen, was für eine super Entwicklung die Mannschaft und der Verein hinlegen und wir als Aufsteiger mit dem zweiten Platz sehr zufrieden sind. Jetzt heißt es, diesen Platz zu festigen und die Saison gut abzuschließen. Wenn man auf unser Restprogramm schaut, ist das alles andere als ein Selbstläufer.“
Die nächste Gelegenheit zur Wiedergutmachung bietet sich bereits am kommenden Wochenende. Am 14. März um 18:30 empfängt die SG Bremen-Ost den TV Schiffdorf in der BSA Hemelingen. Nach der 36:32-Niederlage im Hinspiel haben die Bremer noch eine Rechnung offen.
SG Bremen-Ost: Laube (7), Berdar (3), Keller (3), Fietze (1), Reimer (3), Rüsch, K. Seekamp, Weber (9), Ellmers (5), Rades (1), Dehmel, Timmermann (1), Fieritz, Belizaire, R. Seekamp